Blaubeere ‒ natürliche Unterstützung für Immunsystem und Verdauung: Die Blaubeere hat viele Namen: Heidelbeere, Schwarzbeere, Mollbeere, Wildbeere, Waldbeere, Zeckbeere, Moosbeere, Bickelbeere, Bickbeere, Griffelbeere, Haselbeeri, Hällbeere, Krähenauge, Schnuderbeeri, Sentbeere, Taubeere, Wehlen, Worbel … Und bietet uns ebenso viele Anwendungsmöglichkeiten in der Naturheilkunde.
Die Blaubeere aktiviert unser Immunsystem
Erstmals wurde Vaccinium myrtillus, wie die Beere lateinisch genannt wird, bei der Äbtissin Hildegard von Bingen im zwölften Jahrhundert erwähnt. Sie empfahl Waldbeeren bei Durchfall und selbst bei Bauchtyphus wurden getrocknete Blaubeeren und auch deren Blätter genutzt.
Leider handelt es sich bei den im Supermarkt käuflichen Kulturheidelbeeren nicht um die heilkundliche Beere, sondern um eine Züchtung aus amerikanischen und europäischen Beeren. Auf Nummer sicher geht man, wenn die Beeren aus dem eigenen Anbau stammen, denn hier kann man ganz gezielt die richtige Pflanze aussuchen. Wer keine Möglichkeit zum Anbau hat, dem seien die getrocknete Beeren aus der Apotheke empfohlen.
Doch warum und wie wirkt die Blaubeere?
Die Hauptwirkung der getrockneten Früchte ist auf den hohen Gehalt an Gerbstoffen (fünf bis zwölf Prozent) zurück zu führen. Da Gerbstoffe adstringierend (zusammenziehend) auf die Eiweiße in der Schleimhaut wirken, verfestigen sie somit deren Struktur. Dadurch wird das Eindringen von Erregern erschwert sowie der Verlust von Wasser und Nährstoffen verringert. Leichte Durchfallerscheinungen lassen sich damit oftmals schon sehr gut behandeln. Gerbstoffe werden auch bei Angina sowie bei Mund-, Rachen- oder Zahnfleischentzündungen in Form von Gurgel- bzw. Spüllösungen genutzt.
Weitere wertvolle und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe sind die Flavonoide (unterstützen körpereigene Abwehr), das Vitamin C sowie ein hoher Gehalt an Ballaststoffen. Der Genuss von Blaubeeren aktiviert unser Immunsystem, wirkt gegen Bakterien, schützt vor Erkältungen und vor freien Radikalen (aggressive Moleküle im Körper).
Teebereitung
Fünf bis zehn Gramm (zwei Teelöffel bzw. ein Esslöffel) zerquetschte getrocknete Blaubeeren in 150 Milliliter kaltem Wasser ansetzen, zehn Minuten lang zum Kochen bringen und noch heiß abseihen. Bis zum Abklingen der Krankheit wird mehrmals täglich eine Tasse frisch bereiteter Tee kalt getrunken. Sollten die Durchfälle länger als drei Tage anhalten, konsultieren Sie bitte unbedingt einen Mediziner.
Anwendung als Mundspülung oder als Gurgelmittel
Zehn Gramm (ein Esslöffel) getrocknete Blaubeeren mit 100 Milliliter Wasser zehn Minuten kochen und abseihen. Mit der erkalteten Lösung mehrmals täglich den Mund spülen oder gurgeln.






Dieser Beitrag wurde vom Team der Fernakademie verfasst.
